Der Druck auf die Regierung von Benjamin Netanjahu wächst von Tag zu
Tag und auch die Aussicht auf eine Lockerung durch das israelische
Kabinett konnte nicht für eine nachhaltige Verbesserung der prekären
Lebenssituation im Küstenstreifen sorgen.
Am Montag haben sich
in Damaskus Vertreter der türkischen und der syrischen Regierung zu
Gesprächen getroffen. Dabei ging es darum, Druck auf Israel zur
Aufhebung der Abriegelung des Gazastreifens zu erhöhen.
Laut einem Bericht des israelischen Fernsehsenders «Channel 10» wollen die beiden Staaten neutrale Untersuchungen des blutigen Angriffs auf die türkische Hilfsflotte vor der Küste Gazas von Ende Mai erzwingen. Bei dem Angriff auf das türkische Leitschiff der Gaza-Flottille wurden neun Aktivisten getötet, viele durch direkte Kopfschüsse aus unmittelbarer Nähe.